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Presse

PRESSE eine AUSWAHL

Neue Zürcher Zeitung 18. Oktober 1999
Der Engel Leonore
Zentrales Element jeder «Fidelio»-Inszenierung ist die Darstellung des Kerkers. Soll er historisch oder aktuell, abstrakt oder realistisch verbildlicht werden? Ernst Peter Hebeisen hat im Stadttheater St. Gallen eine ebenso einfache wie überzeugende Lösung gewählt: mehrere parallel hintereinander gestellte, fast bühnenbreite Metallgitter, deren mittleres sich in die Diagonalen verschieben lässt. Weitere Variationsmöglichkeiten ergeben sich durch die Lichtführung. Für die kleinbürgerliche Häuslichkeit des Kerkermeisters Rocco stehen Bügelbrett und Wäsche – hier lebt der Regisseur Peter Schweiger seinen Hang zu penibler Realistik aus.
Marianne Zelger-Vogt

Die Presse 11. März 1996
Martha: Liebe alte Ohrwürmer als Riesenspass
Mit feinem Humor hat Ernst Peter Hebeisen für die Intentionen der Regisseuse die entsprechenden Bühnenräume geschaffen: den lasziven Boudoir der Lady, die spartanische Mägdekammer, das stilisierte Schlosswäldchen mit Rosenbeet und ausgestopftem Hirsch.
Edith Jachimowicz

Braunschweiger Report 8. Juni 1994
Norma: Intelligentes Farbenspiel
„Norma“ ist ein Opern-Genuss. Die Kostüme von Muriel Gerstner stimmen, das karge modernistisch wohlgemeinte und daher effizient eingesetzte Bühnenbild von Ernst Peter Hebeisen ist nicht nur für Architekten eine Freude und auch die musikalische Leitung von David Ivan Kram ist überaus kompetent.
Miklos Theatorix

Braunschweiger Nachrichten 29. Mai 1994
Aussergewöhnliches Bühnenbild bei Opernpremiere im Staatstheater
Norma begeistert Braunschweig
ph.

Neue Zürcher Zeitung 13. März 1993 / Nr. 59
Ferdinand Bruckners „Krankheit der Jugend“ im Schauspielhaus Keller
Der Schauplatz: eine Pension in „Wien um 1923“. Ernst Peter Hebeisens Bühnenbild im Schauspielhauskeller sperrt das Geschehen in ein expressionistisch windschiefes, keilförmig nach hinten fliehendes Zimmer, ein Alptraum von Mädchenkammer in Pink mit Pseudomahagonitüren und einem lustfeindlichen Bettgestell aus massiver Buche. Neonlicht ein und aus. Zum Spielen ist kaum Platz, mit Methode. Man ist hautnah aufeinander, gegeneinander und miteinander, die Reibungen zwischen den Typen verschiedener sozialer Herkunft sind auch physisch.
Martin Walder

Darmstädter Echo 2. November 1992
Mit Schutzengeln ins Abenteuer
„Das Rätsel der gestohlenen Stimmen“ im Staatstheater Darmstadt
Ernst Peter Hebeisen hat wirkungsvoll das Innere der alten Villa in einen vielseitigen, stilisierten Aufbau mit Treppen, schrägen Böden und Kammern gepackt, der mittels Drehbühne immer neue Räume für Susis und Ottos Abenteuer schafft.

Neue Zürcher Zeitung 3. August 1990 / Nr. 177
Rossini als Opernfigur
Uraufführung einer Ballett-Opern-Posse von Detlef Heusinger in Wildbad
… in der Choreographie von Daniela Kurz, einem bestechenden Bühnenbild des Berners Ernst Peter Hebeisen und durch das von Alexander Winterson sicher geleitete Orchestra Giovenutù Musicale d’Italia eine ungemein gute, auch in den satirisch, oft grotesk grausigen Elementen immer seriöse Aufführung.
zm.

Tagesanzeiger 10. Oktober 1988 / Nr. 240
Orpheus in der Oberwelt
Die geballte Formkraft des Bühnenbilds (Ernst Peter Hebeisen) ist ein Kunstwerk der Reduktion.
Eva Bucher

Abend Zeitung München 10. Oktober 1987 / Nr. 233
Glückliche Liebe unterm Rosenregen
„Die Schöne und die Bestie“ im Theater der Jugend
Begeisterter Jubel zur Saisoneröffnung im Theater der Jugend mit dem Märchen „Die Schöne und die Bestie“. Jürgen Flügge … inszeniert als bildmächtige Mischung aus Slapstick, Alltagsstory und neoexpressionistischer Märchenmagie. Bühnenbildner Ernst Peter Hebeisenhat die Welten klar geschieden: Auf der grauen Vorbühne spielt sich das Leben der ruinierten Kaufmannsfamilie ab, auf der schwarzen Hauptbühne herrschen die Zauberkräfte des Untiers, das nur durch Liebe erlöst werden kann.

Basler Zeitung 23. April 1985 / Nr. 94
Rätselraten in der Schule des Sehens
Neues Tanztheater „Rot und Blau“ von Gerhard Bohner
auf der Podiumsbühne der Freiburger Theater
Bohner bringt die Welt aus dem Lot, um unseren Gleichgewichtssinn zu mobilisieren. Die Wände, die den Raum des Basler Bühnenbildners Ernst Peter Hebeisen abschliessen, erscheinen wie gekippt, die riesige Tür im Hintergrund wie aus den Angeln. Die Proportionen stimmen nicht mehr. Die Beziehungen sind gestört.

TZ München 5. November 1984 / Nr. 256
Der treue Johannes / Theater der Jugend München
Der Freyer Schüler Ernst Peter Hebeisen hat genau hingeschaut bei seinem Meister und Bühnenbild als zu setzendes Zeichen begreifen gelernt.
Beate Kayser

Freiburger Zeitung 30. März 1984 / Nr. 75
Gerhard Bohners Ballett „Présance-Heute“ in Freiburg
Eine choreographische Vivisektion
Dies Black-Box, die Hebeisen mit stürzenden Wänden und einem gefährlichen Metall-Sporn „bestückt“, sind auch die Verlängerung der „Présence“ von einst in die Gegenwart eines „Heute“ als ein Ort der tänzerischen Imagination.

Schweizer Kunst GSMBA Bulletin Nr. 3/1983
Künstlersymposium
Ernst Peter Hebeisen und Hanspeter Litscher verankerten ein mit Erde gefüllte Ponton im Rhein. Darauf stellten sie einen Stuhl, woran ein langer, pfeilartiger Balken pendelte. Das Fliessen des Wassers und die Pfeilrichtung waren gegenläufig. Während der Woche veranstalten sie vier Aktionen zum Thema „Toteninsel“, anknüpfend an Boecklins Bild im Basler Kunstmuseum und aufnehmend die darin abgebildete Barke.
Robert Schiess

Stuttgarter Nachrichten 13. Februar 1982
Octet / Theater Basel
Spoerli springt über seinen Schatten. In dem sich wandelnden Raum, den ihm Ernst Peter Hebeisen erfindungsreich auf die Bühne gebaut hat, inszeniert er seine eindruckvollen Bilder.
Hartmut Regitz

Basler Zeitung 12. Februar 1982 / Nr. 35
Octet / Basler Theater
Erstaunlich auch wie geschickt er den wandelnden Raum, den ihm Ernst Peter Hebeisen ein Mitarbeiter von Achim Freyer und Axel Manthey, so ingeniös erfunden hat, immer wieder gezielt „belebt“.
Hartmut Regitz

Frankfurter Allgemeine Zeitung 30. März 1981 / Nr. 75
Bilder einer Ausstellung / Bohners Ballett in Bremen
Den Rahmen für Bohners und Kesselheims Träume bildet ein von Ernst Peter Hebeisen entworfener Raum, der für das Stück ebenso wichtig ist wie Musik oder Choreographie.
Jochen Schmidt

Die Weltwoche 12. September 1979 / Nr. 37
Wedekinds „Frühlings Erwachen“ in Bern
Die bemerkenswerteste Leistung wohl: Ernst Peter Hebeisens Bühnenbild, das die Bühne möglichst oft in ihrer ganzen Höhe, Tiefe und Breite ausnützt und sie so in ihrer Leere und Kahlheit eine einprägsame Metapher für die Verlorenheit der darin Agierenden abgeben liess.
Heinz F. Schafroth

Kunst-Bulletin des Schweizerischen Kunstvereins NR. 7/8 1973
Kunst und Stadt – Problem und Praxis
Aufgabenstellungen des Staatlichen Kunstkredites Basel-Stadt 1972/73
Ideenwettbewerb für die künstlerische Gestaltung von Fussgänger-Unterführungen.
Nur ein Teilnehmer – Ernst Peter Hebeisen – hat mit Geduld und Systematik Voraussetzungen, funktionelle Notwendigkeiten, Möglichkeiten der Veränderns untersucht und eine Reihe von Alternativlösungen skizziert.
Dorothea Christ